Mathe-Professor: Hochbegabung - da sind deutsche Schüler ‚europaweit an der Spitze’!

geschrieben von cremeraltgeld | 23 Mai, 2008

Jetzt büffeln sie für die Mathe-Olympiade in Madrid. Wo Gleichaltrige dankend abwinken, beginnen hier im Mathematischen Institut Oberwolfach die Augen der Schülerinnen und Schüler zu glänzen: sie dürfen am Vorbereitungsseminar für die Mathematik-Olympiade in Madrid teilnehmen. Und sie geniessen es, einmal richtig gefordert zu werden.  

Kein Wunder, die Schüler aus ganz Deutschland haben sich beim Bundeswettbewerb für Mathematik als beste deutsche Nachwuchsmathematiker herauskristallisiert. Sechs von ihnen vertreten Mitte Juli Deutschland bei der IMO in Madrid. »Ich nehme stark an, dass die beiden einzigen Mädchen, die für Deutschland bereits Medaillen geholt haben, wieder dazugehören werden«, verrät Delegationsleiter und Professor für Mathematik an der Uni Rostock, Dietrich Grohnau. Auch der Dresdner Georg Schröter, der schon zweimal erfolgreich teilgenommen hat, gehört wieder zu den Favoriten.


Die Olympiade wurde 1959 auf Initiative Rumäniens ins Leben gerufen. Sie findet jährlich in einem anderen Gastland statt. Inzwischen kommen Schüler aus knapp 100 Ländern zu dem freiwilligen Leistungsvergleich auf internationaler Ebene. »Unsere Schüler haben gute Chancen auf Medaillen«, verrät Dietrich Grohnau. Denn anders, als bei der PISA-Studie, stehen die Deutschen Schüler, wenn es um Hochbegabung geht, europaweit an der Spitze. Auf die 50. Mathe-Olympiade freut sich Grohnau, der vor 39 Jahren selbst als Schüler für die DDR um eine Medaille kämpfte, ganz besonders: Die Jubiläumsveranstaltung findet im Sommer 2009 in Bremen statt.“
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